Dämmerschoppen für Spender und viele Infos für Neumitglieder

Deggendorf. Das sind Termine, die das Herz eines Club-Chefs höher schlagen lassen: Eine Einladung für Neumitglieder und den Empfang für alle Spender des Vereins gab´s am Donnerstag im Klosterhof. Den knapp 50 Neumitgliedern der letzten 12 Monate sollte so der Club mit all seinen Angeboten nähergebracht werden.

Großes Thema ist immer: Wo darf man sich hinsetzen? Welche Plätze sind nicht reserviert? Dieses Problem kennt man in allen Vereinen, denn überall auf der Welt setzen sich immer die zusammen, die sich besonders gut kennen. „Neue“ müssen sich ihren Platz erst erobern. Damit das leichter fällt, riet Clubchefin Cornelia Wohlhüter wieder, einer der Gruppe beizutreten. Bei den Wanderern, den Sängern oder den Linedancern und Turnern findet man Zugang zu den Gruppen und gehört schnell „dazu“. Chorleiterin Josefa Rankl warb für die geselligen Dienstagstreffen der Sänger, Lothar Lengler sprach von den 40 Wanderungen, die heuer schon absolviert wurden. Auch hier ist neben der schönen Landschaft fröhliche Kameradschaft geboten. Babs Eckart machte Lust auf die Linedance-Gruppen immer am Montag, Uschi Göhlich erzählte, wie schnell sie Anschluss fand bei den Malern und Bastlern, die immer dienstags mit Maria Baumgarten zusammen treffen. Vorgestellt wurde von Sigrid Drexler das Gedächtnistraining am Mittwoch, von Uschi Gschnaidtner der Spaziergang am Freitag und von Norbert Bieberstein die gemeinsamen Radausflüge. Dazu kamen die Angebote an Ausflügen, die Erika Baumann organisiert und die nächsten Reisen (im Oktober Brüssel, im Mai Franken, im Herbst 2026 Bodrum), die Theo Sperl anzubieten hatte. Von den Kartenrunden sprach die Clubchefin. Um den Schafkopf wieder in Schwung zu bringen, findet noch im Oktober ein Turnier statt. Da können sich Neulinge auch über Bridge informieren. Eine Brotzeit bei geselligen Gesprächen rundete den Nachmittag ab.

Das Geräucherte, das 2. Vorstand Harry Brandl nach eigenem Rezept eingesurt hatte, spielte auch beim Dämmerschoppen für die vielen Spender und Gönner eine Hauptrolle. Landrat Bernd Sibler und Bürgermeister Günther Pammer vertraten Landkreis und Stadt; gemeinsam mit der Sparkasse unterstützen sie den Seniorentreff jedes Jahr mit rund 30 000 Euro. Vorstandsvorsitzender Stefan Swihota hatte mal ausgerechnet, was die Sparkasse Deggendorf seit 1981 an den Club überwiesen hat: Er kam auf 286 000 Euro. Viel Geld, das vor allem in die Verwandlung des „Klostergütls“ in einen Seniorentreff floss.

Ohne private Spender wie Marianne und Werner Faßer, die ihre großzügige jährliche Spende als Dauerauftrag laufen lassen, wäre der Verein dennoch nicht überlebensfähig, berichtete Cornelia Wohlhüter. Die vielen Spenden zwischen 50 und 1000 Euro summieren sich im Jahr auf gut 30 000 Euro. Das Geld wird auch dringend gebraucht, denn jedes Jahr gibt der Club mehr als 130 000 Euro aus, gut die Hälfte davon für Löhne an die dienstbaren Geister. Die Umsätze in der Gastronomie sind etwa gleich geblieben. Aber unterm Strich bleibe weniger übrig, weil die Preise für die Waren deutlich gestiegen sind – was man gegen den allgemeinen Trend im Club nicht auf die Kunden umgelegt habe. „Wir sind ein sozialer Verein und wollen nichts verdienen“, so Cornelia Wohlhüter. Es reicht, wenn es „umgeht“. Dennoch kündigte sie fürs übernächste Jahr eine Erhöhung des Mitgliederbeitrags an – wenn die Hauptversammlung im April zustimmt.