
Blumen zum Neustart und zum Dank für geleistete Arbeit. Auf dem Bild (v.l.) Vize-Landrat Josef Färber, Edda Reil und ihre Nachfolgerin Marianne Hilbert, Lola Wiegers und ihre Vorgängerin Traute Caselitz sowie Cornelia Wohlhüter. (Foto: Winny Frank)
Deggendorf. Wenn bei Hauptversammlungen die Säle voll sind, steht meistens Ärger ins Haus. Nicht so beim Senioren-Aktiv-Club: Selbst die Beitragserhöhung von 50 auf 70 Euro ab nächstem Jahr wurde einstimmig beschlossen – ohne Nachfrage, ohne Diskussion. Den höheren Jahresbeitrag müsste dann auch der Oberbürgermeister bezahlen, denn er hat in seinem Grußwort leichtsinnig versprochen, nach seinem 50 Geburtstag im kommenden Sommer Mitglied zu werden und damit die Verjüngung zu beschleunigen. Damit stünde er in bester Traditon: Seine zwei Vorgänger, Dieter Görlitz und Anna Eder, wurden gleichfalls in jungen Jahren Mitglied im Club. Gäbe es ihn nicht, man müsste ihn erfinden, sagte der OB. Und stv. Landrat Josef Färber hob in seiner Ansprache den Schwung und die Vielfältigkeit des Clubs hervor. Auch deshalb unterstütze der Landkreis den aktiven Seniorentreff auch künftig, trotz schwieriger Haushaltslage. Diese Unterstützung versprach auch der Oberbürgermeister. Clubchefin Cornelia Wohlhüter dankte, betonte aber auch, wie notwendig diese Zuwendung sei, mit der insgesamt ein knappes Viertel der jährlichen Aufwendungen finanziert wird.
Außertourlich gab es zwei Wahlen: Das Amt der Schatzmeisterin wurde neu besetzt und ebenso das Amt der 3. Vorsitzenden. Neue Kassiererin ist Marianne Hilbert, den Vorstand bereichert künftig Rosmarie Wiegers, von allen nur Lola genannt. Sie übernimmt das Amt von Traute Caselitz, die sich bei den Neuwahlen vor einem Jahr „geopfert“ hatte, damit der Posten besetzt werden konnte. Beide Wahlen gingen problemlos über die Bühne, Wahlleiter Josef Färber konnte erfreut feststellen, dass es keine Gegenstimmen gab. Er gratulierte als Erster.
Vorher hatte Edda Reil, die bisherige Kassiererin, über die Finanzen des Vereins gesprochen. Die Ausgaben in Höhe von rund 130 000 Euro waren zur Hälfte den Löhnen und Gehältern geschuldet, dazu kommen fixe Ausgaben wie Pacht, Versicherungen, Steuerberater, Energie und Wareneinkauf fürs clubeigene Café, sowie Kosten für den Unterhalt der großen Anlage. Neben den Zuschüssen von Stadt und Land (31 000 Euro) finanzierte sich der Club aus Spenden (30 000 Euro), Mitgliedsbeiträgen (22 000 Euro), Einnahmen der Gastronomie sowie Mieteinnahmen. Der Wirtschaftsplan für 2026 wurde einstimmig gebilligt, nachdem die Rechnungsprüfer Kurt Schulda und Margret Tuchen eine fehlerlose Buchhaltung attestiert hatten. Vier Aktenordner wurden durchforstet, berichtete der Revisor; klar, im Club laufen fast täglich Rechnungen auf, von den Eiern für die Torten und Kuchen bis zur wiederkehrenden Reparatur der Heizungsanlage. Großer Applaus für die Schatzmeisterin Edda Reil und ihre Fleißarbeit, aber auch für die Prüfer, die einen langen Vormittag Rechnungen und Daten verglichen.
Über das Clubleben berichtete Cornelia Wohlhüter in Form von vielen Bildern über Feste, Ausflüge, Vorträge und Spiele- oder Quiznachmittage. Es wurde nicht nur gefeiert: 18 Mitglieder waren zu betrauern, deren Namen Schriftführer Bernhard Glanzer verlas. Schließlich gab´s Kurzberichte vom Wandern (Lothar Lengler), von den Sängern (Josefa Rankl), von Linedance (Babs Eckart), vom Gehirnjogging (Sigrid Drexler), vom Quizvergnügen (Bernhard Glanzer), von der Kreativgruppe, (Maria Baumgarten). Infos über die Freitags-Spaziergänger waren auf den Tischen ausgelegt.